Bau der Turnhalle beginnt
Nach dem Abriss erfolgt der Neubau mit Mensa am Hofgarten
Dillenburg. Fast zweieinhalb Jahre nach dem Abriss der alten Turnhalle der Dillenburger Johann-von-Nassau-Schule hat es gestern den symbolischen ersten Spatenstich für den Neubau gegeben. Die alte Halle hatte weichen müssen, weil sie - wie die benachbarte Polizeistation auch - dem Südportal des Schlossbergtunnels im Weg war. Die erste neue Turnhallen-Fläche am Hofgarten solle nun in etwa einem Jahr fertig sein, sagte gestern Kreis-Schuldezernent Roland Wegricht (SPD).
Der Dezernent markierte mit dem ersten Spatenstich den Baubeginn. Dieser sei später als geplant, räumte Wegricht ein: Eigentlich sei der erste Spatenstich bereits für das Frühjahr vorgesehen gewesen. Nun entsteht der Neubau am Hofgarten ungefähr dort, wo früher die Garagen der alten Polizeistation standen.
Rund 700 Quadratmeter bebaute Fläche seien geplant, berichtete Horst Pfeifer von der Liegenschaftsabteilung des Lahn-Dill-Kreises.
Geplante Mensa ist wichtiger Teil für die Ganztagesschule der Zukunft
In dem neuen Gebäude wird in Zukunft nicht nur Sport getrieben, sondern auch zu Mittag gegessen: Für die 980 Schüler der Johann-von-Nassau-Schule wird es dort eine Mensa geben. Damit sei auch die Voraussetzung für eine pädagogische Mittagsbetreuung geschaffen worden, sagte Roland Wegricht. Dies sei auch ein wichtiger Schritt für das Ziel der Ganztagesschule.
Rund 2,2 Millionen Euro kostet der Neubau der Turnhalle mit der Mensa, das Geld dafür gibt der Bund. Denn der Bund ist schließlich auch der Bauherr des Schlossbergtunnels, dessentwegen die Turnhalle überhaupt erst gebaut werden musste.Geplante Mensa ist wichtiger Teil für die Ganztagesschule der ZukunftWenn im kommenden Jahr die Schüler der Johann-von-Nassau-Schule zum ersten Mal eine Sportstunde in der neuen Halle haben, geht für die Schule eine lange und nicht sehr einfache Übergangszeit zu Ende.
Seit die alte Turnhalle abgerissen wurde, müssen nämlich Sportlehrer und Schüler in die Jahnturnhalle gehen. Das sei besonders bei einer einzelnen Sportstunde problematisch, erzählte gestern Schulleiter Diego Rieland: Immerhin müssten die Klassen zu jedem Stundenbeginn zur Jahnturnhalle laufen, sich umziehen und später wieder zurücklaufen. "Das ist schonmal ein tolles Warm up", flaxte Rieland. Auch sonst habe es die Johann-von-Nassau-Schule als direkter Nachbar der Schlossbergtunnel-Baustelle nicht leicht: "Da werden zum Beispiel mit lautem Getöse Stützen entfernt, wenn gerade ein Lied eingeübt werden soll", erzählte der Direktor. "Wir sind dankbar dafür, dass es jetzt mit dem Hallen-Bau losgeht."
Dass der Bau der neuen Turnhalle Dillenburg als traditionellen Schulstandort mit insgesamt rund 4000 Schülern stärke, lobte gestern Dillenburgs Bürgermeister Michael Lotz (CDU): Mit dem Neubau am Hofgarten werde ein "städtebaulicher Akzent" gesetzt.
Dezernent Wegricht sah es ebenso: Der Standort der Halle sei gut gewählt, das Gebäude werde sich in die Umgebung fügen: "Am Tunneleingang kann schließlich keine Hasenkiste stehen."
Pressefoto Dill Post  08.12.05
Schaufeln für die neue Turnhalle: Neben dem Bagger hat gestern Kreis-Schuldezernent Roland Wegricht den Spaten in den Schlamm gerammt und damit den Baubeginn der neuen Turnhalle der Johann-von-Nassau-Schule markiert.   (Foto:Wingender)

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