Fertigstellung für Ende März 2007 geplant Dillenburg (js/son) Zugegeben: Die gewaltigen und mehrmals täglich zu hörenden Sprengungen im Schlossbergtunnel waren zumindest am Anfang des Dillenburger Großbauprojektes schon etwas nervig. Ruhiger wurde es erst, als sich die Mineure tiefer in den Berg bohrten und von ihrem schweißtreibenden und gefährlichen Knochen-Job draußen kaum noch etwas wahrzunehmen war. Als am 1. Februar die Pleite des Generalunternehmers Walter-Bau dann alle Arbeiten mit einem Paukenschlag beendete und das Riesenloch zur Geisterbaustelle werden ließ, konnte diese Art von "Grabesruhe" allerdings auch niemanden Recht sein. Bedeutete der absolute Stillstand doch gleichzeitig, dass die Dauer-Staus auf der Umleitungsstrecke durch Dillenburg noch viel länger andauern werden. Das ist nun alles Schnee von gestern. Nach fünfmonatiger Sendepause kracht und scheppert es wieder unterm Wilhelmsturm. Die alte eingespielte Walter-Bau-Crew, die von der Dywidag übernommen wurde, einem Tochterunternehmen des österreichischen Baukonzerns Strabag, ist zurzeit mit Hochdruck dabei, noch etwa 60 Meter des künftigen Fluchtstollens in den Berg zu sprengen. Nebenan im "großen Bruder" wird bereits an der Sohle gearbeitet, die später einmal die Fahrbahnen aufnehmen werden. Neue Turnhalle für die Nassau-Schüler noch dieses Jahr. Die im Freien kaum noch registrierten Sprengungen sollen in etwa acht Wochen abgeschlossen sein. Neue Turnhalle noch dieses Jahr. Durch den Stillstand in der Tunnelbaustelle wird sich auch der Ersatz-Turnhallenbau der Johann-von-Nassau-Schule verzögern. Bislang konnte mit der Sportstätte nicht richtig angefangen werden, weil das Süd-Portal in diesem Bereich noch nicht fertiggestellt war. Eugen Reichwein vom Amt für Straßenbau und Verkehrswesen geht davon aus, dass die Nassau-Schüler noch vor Jahresfrist ihre ersten Purzelbäume in der neuen Halle schlagen können. Sollte es nun keine weiteren Überraschungen und zeitlichen Probleme mehr geben, dürfte das erste Auto wahrscheinlich Ende März 2007 durch den Schlossbergtunnel rollen. |
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| Einbahnstraßen sollen verschwinden Verkehrsführung nach Ende des Tunnelbaus D i l l e n b u r g (mg/son). Bis das erste Auto durch den Schlossbergtunnel rollt, werden zwar noch knapp zwei Jahre vergehen. Doch die Verkehrrsplaner haben sich schon einmal Gedanken für die "Zeit danach" gemacht. Viele "lieb gewordene" Einbahnregelungen soll es künftig nicht mehr geben, wie beispielsweise in der Oranienstraße und der Marktstraße zwischen Wickbrücke und dem Beginn der Fußgängerzone. Die Vorschläge der Projektgruppe Städtebau und Verkehr wurden jetzt im Bauausschuss des Stadtparlaments vorgestellt. Sie sehen vor, von der Karlstraße aus wieder eine Zufahrtsmöglichkeit zur Konrad-Adenauer-Allee zu schaffen. Dadurch könnte das Wohnviertel Adolf-/ Friedrich-/Moritz- und Gartenstraße wieder spürbar entlastet werden. In der Konrad-Adenauer-Allee soll der Verkehr auch nach der Tunnelfertigstellung nur in südliche Richtung fließen. Allerdings ist hier daran gedacht, eine der beiden Fahrstreifen aufzugeben und zur Parkspur zu machen - vorausgesetzt der Parkhausbetreiber würde einer solchen Maßnahme zustimmen. Bereits kurzfristig soll sich etwas ändern. Solange am Tunnel gebaut wird, wünscht die Projektgruppe die Aufhebung der Einbahnregelung zwischen Edeka und dem ehemaligen Aka-Kaufhaus. Damit will man eine bessere Erreichbarkeit der Innenstadt gewährleisten. |